Logo der Universität Wien

Fachbereich für Kulturkommunikation und Kulturjournalismus

Dieser Spezialbereich des Universitätslehrgangs Public Communication richtet sich an Personen, die sich im Bereich von Kommunikationsmaßnahmen für Kultureinrichtungen und Events, Kulturjournalismus und Corporate Cultural Responsibility, also unternehmerischen Kulturengagement, professionalisieren möchten. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse lernen die Teilnehmer fachlich fundiert und praxisnah das Management von Kommunikationsprozessen innerhalb von Kulturvermittlung.

Kunst und Kultur könnten heute wieder jene wichtige Bedeutung beigemessen werden, die sie immer wieder schon hatte: Denn Kunst als individuelle Fähigkeit weniger herausragender Zeitgenossen begriffen, die menschliche Kulturtechniken und -errungenschaften kritisch zu reflektieren, innovativ zu abstrahieren, und damit auch ständig und prozesshaft zu erneuern, ist der Nukleus gesellschaftlichen Strebens etwa nach Zivilisation, Moral, Ethik, Knowhow, Wissenstransfer, Entwicklung, Flexibilität, Wohlstand, Wachstum, soziale Ausgewogenheit, Standortattraktivität aber auch Unterhaltung. Ohne Kunst und Kultur gäbe es all das nicht. Und man möge an dieser Stelle zum Vergleich einfach kurz an all jene Plätze auf dieser Welt denken, an denen Kunst Kultur keine (große) Rolle mehr spielen: da werden sogar Schreiben und Lesen zu Problemen, vom Verstehen ganz zu schweigen.

Die Aufgabe des Lehrgangs

Kunst und Kultur brauchen also Vermittlung. Kulturkommunikation ist dabei jene Disziplin, die sich als Vermittlerin an eine breitere Öffentlichkeit versteht. Wobei zwischen Kommunikation über Kunst und Kultur und Kommunikation durch Kunst und Kultur, die einander aber bedingen, zu unterscheiden ist. Im Spannungsfeld von Qualitätsanspruch, Kultur-, Bildungs- und Unterhaltungsauftrag, von Kulturpolitik und Unternehmenskommunikation, sozialer Verantwortung und Good Governance, sowie betriebswirtschaftlichen und politischen Anforderungen hat Kulturkommunikation seine vermittelnde Funktion nach innen und nach außen, gegenüber Eigentümern und Publikum, Medien oder unternehmerischen Kulturinvestoren. Die Schnittstellen zwischen Journalismus und PR sind heute dabei evident, denn wer die Interaktion zwischen beiden leugnet, verkennt – trotz unterschiedlicher Intentionalität – die Realität. Letztlich steht und fällt auch die Qualität von Journalismus und PR mit der Qualität von Sprache, Allgemeinwissen und mit dem Verstehen komplexer Kommunikationsprozesse.

Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0